Sobald die Frühlingssonne durch die Wolken bricht, deckt sie in deutschen Wohnzimmern gnadenlos auf, was sich über den Winter angesammelt hat: Eine dicke Schicht aus Straßenschmutz, Ruß und getrockneten Regentropfen klebt auf den Fensterscheiben. Für Millionen Haushalte beginnt nun der verhasste Frühjahrsputz. Die Regale der Supermärkte biegen sich unter teuren Glasreinigern, Spezialschaum und surrenden Fenstersaugern, die alle streifenfreien Glanz versprechen.
Doch Reinigungsprofis und erfahrene Gebäudereiniger schütteln über diese teure Chemie oft nur den Kopf. Wer beim Putzen auf Zeitungspapier, warmes Wasser oder viel Spüli setzt, verliert den Kampf gegen Schlieren und Pollen schon beim ersten Wisch. Es gibt jedoch ein absurdes, aber physikalisch geniales Geheimnis aus der Küche, das nur wenige Cent kostet. Ein kleiner Schuss dieses unscheinbaren Mittels verwandelt Ihre Glasscheiben in ein unsichtbares Schutzschild, an dem neuer Schmutz einfach abperlt.
Die 3 größten Fehler beim Fensterputzen
Wenn Sie Ihre großen Panoramafenster oder den Wintergarten blitzblank bekommen wollen, warnt Stiftung Warentest und das Netzwerk der Gebäudereiniger vor den typisch deutschen „Hausfrauen-Fehlern“.
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Der Sonnen-Fehler: Fensterputzen bei strahlendem Sonnenschein ist der sicherste Weg zu milchigen, streifigen Scheiben. Die Sonne erhitzt das Glas, wodurch das Putzwasser und die Reinigungsmittel in Sekundenbruchteilen verdunsten, bevor Sie sie mit dem Abzieher entfernen können. Die Seifenreste brennen sich als graue Schlieren ein.
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Die Spüli-Falle: Ein dicker Spritzer Fairy oder Pril im Eimer sorgt zwar für Schaum und löst Fett, aber Seife ist der Feind des Glases. Zu viel Spülmittel hinterlässt einen klebrigen, unsichtbaren Film. Dieser Film zieht den gefürchteten gelben Blütenstaub (Pollen) im Frühling magisch an. Ihre Fenster sind nach drei Tagen wieder blind.
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Zeitungspapier ist out: Früher enthielt Druckerschwärze Blei, das das Glas polierte. Moderne Zeitungen hinterlassen nur tiefschwarze Ränder auf weißen Kunststoff-Fensterrahmen (z.B. von Schüco oder Veka) und verursachen im schlimmsten Fall Mikrokratzer auf der Scheibe.
Das Profi-Geheimnis: Eiswasser und Klarspüler
Was nutzen Profis, die riesige Glasfassaden oder Schaufenster putzen, damit diese wochenlang sauber bleiben? Sie setzen auf Kälte und Oberflächenspannung.
Vergessen Sie die blauen Sprühflaschen (wie Sidolin oder Frosch). Für das perfekte Putzwasser brauchen Sie nur drei Dinge:
Kaltes Wasser (niemals heißes!), einen winzigen Tropfen Spülmittel (wirklich nur einen!) zur Fettlösung und die Geheimwaffe aus Ihrer Geschirrspülmaschine: Klarspüler (z.B. von Somat, Finish oder der dm-Eigenmarke).
Warum Klarspüler magisch wirkt (Der Lotuseffekt)
In der Spülmaschine (z.B. von Miele oder Bosch) hat der Klarspüler eine einzige Aufgabe: Er bricht die Oberflächenspannung des Wassers, damit Tropfen von Gläsern abrutschen und keine Kalkflecken hinterlassen.
Genau dieser physikalische Trick passiert auch an Ihren Fenstern!
Geben Sie etwa 2 bis 3 Esslöffel Klarspüler auf 5 Liter kaltes Wischwasser. Wenn Sie Ihre Fenster damit reinigen, hinterlässt der Klarspüler einen mikroskopisch feinen, wasser- und schmutzabweisenden Film auf der Scheibe.
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Regen perlt ab: Der nächste Frühlingsregen hinterlässt keine hässlichen, sandigen Tropfenränder mehr. Das Wasser gleitet wie bei einer teuren Autoversiegelung (Lotuseffekt) sofort ab.
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Antistatisch: Der Klarspüler nimmt dem Glas die elektrische Ladung. Staub und die feinen gelben Pollen kleben nicht mehr am Fenster fest.
Die richtige Wischtechnik (Das Wichtigste!)
Das Wundermittel hilft nicht, wenn Sie den Abzieher falsch benutzen. Profis verwenden keine teuren Fenstersauger (wie den von Kärcher), sondern einen hochwertigen, einfachen Gummiabzieher (z.B. von Unger oder Vileda) und ein trockenes, fusselfreies Mikrofasertuch.
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Nass machen: Waschen Sie das Fenster mit dem Klarspüler-Wasser großzügig ein (mit einem Einwascher oder Schwamm), bis der Schmutz gelöst ist.
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Die Abzieh-Regel: Ziehen Sie die Scheibe von oben nach unten (oder in einer durchgehenden S-Kurve) zügig ab.
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Trocknen nach jedem Zug (Crucial!): Das ist der Moment, an dem 90 % der Laien scheitern. Sie müssen die Gummilippe des Abziehers nach jedem einzelnen Wisch an einem trockenen Tuch abstreifen! Wenn Sie mit einer nassen Gummilippe wieder oben am Glas ansetzen, ziehen Sie sich sofort wieder eine Wasser-Schliere quer über das Fenster.
Wischen Sie zum Schluss nur die Ränder am Fenstergummi mit dem Mikrofasertuch trocken. Berühren Sie niemals die Mitte der Scheibe!
Haben Sie Ihre Fenster bisher auch immer mit Zeitungspapier poliert und in der prallen Sonne gewischt, nur um danach wütend auf die grauen Streifen zu starren? Verzweifeln Sie an den klebrigen Pollen, die jedes Jahr im April Ihre Scheiben ruinieren? Holen Sie die Flasche Klarspüler aus der Küche, mischen Sie Ihr kaltes Profi-Wasser an und testen Sie diesen unglaublichen Lotuseffekt noch dieses Wochenende! Teilen Sie diesen genialen, streifenfreien und regensicheren Frühjahrsputz-Tipp in WhatsApp oder Facebook auch mit Ihren Freunden, die sich vor dem Fensterputzen drücken!
