Ihr Pflaumenbaum könnte dieses Jahr buchstäblich unter der Last der Früchte ächzen – eine einzige Spritzung im April reicht aus, die manche Gärtner jedoch vergessen. Gerade im frühen Frühling beginnt der größte Feind des Pflaumenbaums, die jungen Triebe anzugreifen. Wenn Sie jetzt auf natürliche Schutzmaßnahmen zurückgreifen, können Sie Krankheiten und Schädlinge stoppen, bevor sie ernsthaften Schaden anrichten.Im April sind Pflaumenbäume anfällig für Blattlausbefall und eine Infektion mit der Braunfäule bei Steinobstbäumen. Welche Spritzmittel sollten Sie zu dieser Zeit verwenden? Tatiana Volgutova Canva Pro
Der größte Feind des Pflaumenbaums im April: Braunfäule und Blattläuse
Je nach Entwicklungsphase des Baumes ist der Pflaumenbaum anfällig für verschiedene Infektionen und Schädlinge – die sogenannten phänologischen Phasen können jedes Jahr aufgrund wechselnder Wetterbedingungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eintreten. Orientieren Sie sich daher bei der Planung von vorbeugenden Spritzmaßnahmen nicht ausschließlich am Kalender, sondern achten Sie verstärkt auf das Aussehen des Baumes.
Noch vor der Blüte, in der Knospenschwellphase – die normalerweise im April stattfindet – ist der Pflaumenbaum am stärksten von einer Infektion mit der Braunfäule der Steinobstbäume, auch Moniliosis genannt, bedroht. Diese Krankheit äußert sich unter anderem durch eine Bräunung und das Absterben der Blüten sowie durch das Verfaulen der Pflaumen. Infektionsquellen können sogenannte Fruchtmumien sein, die über den Winter am Baum verblieben sind, sowie bereits zuvor befallene Triebe.
Was hingegen die Schädlinge betrifft, ist der Pflaumenbaum im April unter anderem anfällig für Blattläuse. Die ersten Insekten schlüpfen bereits im März und beginnen, sich an den Blattansätzen und Blütenknospen zu ernähren, wobei sie den Pflanzensaft aussaugen. Mit der Zeit beginnen sich die befallenen Stellen zu verformen.
Die Blattränder rollen sich an der Unterseite ein, und bei starkem Schädlingsbefall vergilben sie zudem, vertrocknen und fallen ab. Der Baum wird geschwächt, was sich auf die Menge und Qualität der Ernte auswirkt.
Womit sollte man den Pflaumenbaum im April besprühen – natürliche Methoden anwenden

Vorbeugende Spritzungen von Pflaumenbäumen gegen Braunfäule bei Steinobstbäumen werden in zwei wichtigen Zeiträumen durchgeführt – vor der Blüte, in der Knospenschwellphase sowie während der Blüte. Im April kannst du erfolgreich auf natürliche Methoden zurückgreifen, darunter:
- Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)
Sammeln Sie ca. 100 g Ackerschachtelhalm, schneiden Sie ihn in kleine Stücke und gießen Sie einen Liter Wasser darüber. Stellen Sie das Ganze für 1–2 Tage an einen schattigen Ort, damit es gären kann. Verwenden Sie die entstandene Lösung unverdünnt. Wiederholen Sie die Behandlung bei Bedarf alle 10–15 Tage.
- Gemeiner Meerrettich (Armoracia rusticana)
Geben Sie 300 g frische Meerrettichblätter und -wurzeln in einen großen Eimer (mind. 10 l). Gießen Sie kochendes Wasser darüber und lassen Sie die Mischung vollständig abkühlen. Verwenden Sie die Spritzlösung unverdünnt.
- Schafgarbe (Achillea millefolium)
Für die Spritzung benötigst du ca. 1 kg frisches Kraut (so viel, dass ein 10-Liter-Eimer zur Hälfte gefüllt ist) oder 100 g getrocknetes Kraut. Gib es in den Eimer und gieße 10 Liter Wasser darüber. Lass das Ganze einen Tag lang stehen und siebe es anschließend ab. Je nach Befallsgrad kannst du die Lösung sofort anwenden oder sie zunächst mit Wasser verdünnen (maximal im Verhältnis 1:10).
Bäume, die zu Beginn der Saison geschwächt sind, werden keine großen Erträge liefern können, deshalb sind Spritzungen im April so wichtig.YaryginCanva Pro
Viele Menschen vergessen die frühzeitigen Spritzungen gegen Blattläuse. Leider ist es in ihrem Fall viel einfacher, einem Befall der Pflanze vorzubeugen, als die Insekten später vollständig zu beseitigen. Was natürliche Spritzmittel gegen Blattläuse angeht, bewähren sich unter anderem:
- Zwiebeln und Knoblauch
Mixen Sie eine große Knoblauchknolle und eine Zwiebel und gießen Sie anschließend einen Liter Wasser mit Raumtemperatur darüber. Lassen Sie die Mischung einen Tag lang an einem schattigen Ort stehen und sieben Sie sie anschließend durch ein Sieb. Die erhaltene Lösung können Sie im Verhältnis 1:10 mit Wasser verdünnen.
- Gemeine Brennnessel (Urtica dioica)
Sammle und zerkleinere ca. 1 kg frische Brennnesseln und gieße anschließend 10 Liter warmes Wasser darüber. Stelle den Eimer für 24 Stunden an einen schattigen Ort. Nach dieser Zeit siebe den Sud ab und verdünne ihn vor der Anwendung im Verhältnis 1:5 mit Wasser.
Führen Sie die Spritzungen am besten an einem warmen, aber bewölkten und regenfreien Tag durch. Sollte es kurz nach der Behandlung (innerhalb weniger Tage) zu regnen beginnen, versuchen Sie, die Spritzung so schnell wie möglich zu wiederholen. Bei Bedarf können Sie diese alle 7–10 Tage wiederholen. Denken Sie daran, dass zu einer wirksamen Vorbeugung auch Pflegemaßnahmen wie sanitäre Schnitte oder das Entfernen von Fruchtmumien gehören. Wenn natürliche Methoden die Infektion nicht aufhalten konnten, kann es notwendig sein, auf im Handel erhältliche Pflanzenschutzmittel zurückzugreifen.
