Operation Luftkissen gestartet: Wie zwei Millionäre heute ihr eigenes Geld riskieren, um Buckelwal Timmy vor dem Tod zu retten

Der Countdown läuft, und ganz Deutschland hält den Atem an. Was in der Ostsee vor der Insel Poel gerade passiert, gleicht dem Drehbuch eines Hollywood-Blockbusters.

Während Meeresbiologen den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ längst abgeschrieben hatten und ihn in Ruhe sterben lassen wollten, greifen nun zwei superreiche Unternehmer tief in die eigene Tasche, um Mutter Natur ins Handwerk zu pfuschen.

Am heutigen Donnerstagmorgen beginnt die riskanteste und spektakulärste Tierrettung, die Mecklenburg-Vorpommern je gesehen hat. Im Zentrum des Geschehens: Gigantische Luftkissen, schweres Gerät und der Gründer der Elektrokette MediaMarkt, der ein unglaubliches finanzielles Versprechen abgibt.

Das ist der waghalsige Plan, mit dem die Millionäre den tonnenschweren Säuger hunderte Kilometer quer durch Europa in den Atlantik schleppen wollen – gegen alle Widerstände.

Die Millionäre übernehmen die volle Haftung

Nach tagelangem Shitstorm im Netz und hitzigen Debatten zwischen Tierschützern und der Politik hat Schwerins Umweltminister Till Backhaus (SPD) endgültig kapituliert. Das grüne Licht für die Rettung ist gefallen, doch der Staat zieht sich geschickt aus der Affäre: Die Aktion geschieht ausschließlich auf eigenes Risiko und auf eigene Kosten der Initiatoren.

Hinter diesem „Himmelfahrtskommando“ stehen zwei Prominente aus der Wirtschaft: Walter Gunz (79), der legendäre Mitbegründer von MediaMarkt, und Karin Walter-Mommert (62), eine erfolgreiche Unternehmerin aus der Pferdesport-Branche.

Als Journalisten der BILD-Zeitung nachfragten, wer das unkalkulierbare finanzielle Risiko dieser gigantischen Logistik-Aktion trägt, winkte der MediaMarkt-Gründer nur ab. Seine emotionale Antwort zeigt, wie sehr ihm das Schicksal des Wals ans Herz gewachsen ist: „Es geht nicht um Geld. Geld kann ihn nicht retten. Nur Menschen können ihn retten.“ Das Ganze werde laut Gunz „schon nicht hundert Millionen kosten“.

Die Unternehmer haben bereits private Spezial-Katamarane und schwere Schlepperschiffe geordert, die heute an der Untiefe eintreffen sollen.

Der riskante Masterplan: So funktioniert die „Operation Luftkissen“

Doch Geld allein bewegt keinen 30 bis 40 Tonnen schweren Buckelwal, der im Schlick feststeckt. Die physische Rettung ist ein Meisterwerk der Ingenieurskunst – und extrem gefährlich für Tier und Mensch.

Der Ablauf für den heutigen Donnerstag:

  1. Der Schlick-Sauger: Ab 8 Uhr morgens beginnen Taucher und Spezialisten damit, den Schlamm und Sand unter dem Bauch von Timmy vorsichtig wegzuspülen.

  2. Die Luftkissen: In die entstandenen Hohlräume werden massive, entleerte Industrie-Luftkissen geschoben. Diese werden dann mit Spezialkompressoren aufgepumpt. Der Plan: Der Wal soll durch die Luftkissen sanft und ohne Verletzungen der Haut vom Meeresboden angehoben werden.

  3. Die Ponton-Trage: Schwebt das Tier im Wasser, soll eine gigantische, reißfeste Plane unter ihn gezogen werden. Diese Plane wird dann zwischen zwei Ponton-Schiffen befestigt – der Wal liegt somit wie in einer schwimmenden Hängematte.

  4. Die Fahrrinne: Ist der Wal gesichert, wird das skurrile Gefährt 300 Meter weit in die rettende, tiefe Fahrrinne gezogen.

Wettlauf gegen die Zeit und die Biologie

Wenn die „Operation Luftkissen“ heute ohne Katastrophe gelingt, beginnt am morgigen Freitag Teil zwei des Wahnsinns: Ein schwerer Hochsee-Schlepper soll die beiden Pontons samt dem Wal aus der Ostsee über die Nordsee bis hinaus in den weiten Atlantik ziehen, um ihn dort in Freiheit zu entlassen.

Doch über dem gesamten Projekt schwebt ein dunkler Schatten. Wie steht es wirklich um Timmys Gesundheit?

Eine Tiermedizinerin begleitet das Team der Millionäre auf Schritt und Tritt. Die größte Angst der Experten: Der extreme Stress, der Lärm der Maschinen und der Transport könnten dem geschwächten Tier den letzten Rest geben, sodass er auf dem Transportweg in der Hängematte stirbt.

„Die jetzige Truppe ist genial gut. Ich danke dem Schicksal“, gibt sich Walter Gunz optimistisch. Ob sein Millionen-Einsatz mit einem Happy End belohnt wird, oder in einem tragischen Desaster endet, werden die nächsten 48 Stunden zeigen.

Sitzen Sie heute auch gebannt vor den Nachrichten und drücken dem Buckelwal Timmy die Daumen? Finden Sie es heldenhaft, dass zwei Millionäre ihr Privatvermögen opfern, um ein einzelnes Tier zu retten, während der Staat aufgibt? Oder geben Sie den Meeresbiologen recht, die diese gigantische Luftkissen-Aktion als reinen Stress und Tierquälerei für den ohnehin sterbenden Wal verurteilen? Teilen Sie dieses nervenaufreibende Rettungs-Drama und den waghalsigen Plan bei WhatsApp oder in Facebook-News-Gruppen mit all Ihren Freunden und fiebern Sie gemeinsam mit!