Hast du auch Probleme mit Saharastaub auf deinem Auto? Mach diese Fehler in der Waschanlage nicht

Saharastaub heimgesucht, und das bedeutet: schnell in die Waschanlage, denn dieser Sand wirkt wie Schleifpapier auf dem Lack deines Autos. Mach diese Fehler nicht, wenn du in die Waschanlage fährst.

1. Einfach in eine beliebige Waschanlage fahren

Gehen Sie nicht in eine Waschanlage, die schmutzig oder ungepflegt aussieht. Meiden Sie auch Waschanlagen mit Nylonbürsten, denn diese können Kratzer verursachen. In veralteten „Kratzwaschanlagen“ werden diese Bürsten oft noch verwendet. Entscheide dich für eine Waschanlage mit Osmosewasser. Dieses Wasser enthält keine Mineralien, keinen Schmutz und keine Bakterien. Es wird daher auch als fleckenfreies Wasser bezeichnet. Wenn es getrocknet ist, bleiben keine Flecken auf dem Lack zurück, im Gegensatz zu kalkhaltigem Wasser.

2. Streusalz nicht entfernen

Die Wintermonate waren nicht nur für Mensch und Tier, sondern auch für unsere vierrädrigen Freunde eine Belastung. In den vergangenen Monaten hat sich ziemlich viel Streusalz in den Radkästen und an anderen Stellen abgelagert. In einer Waschbox kannst du es mit einem Hochdruckreiniger entfernen, entweder vor oder nach dem Durchfahren der Waschanlage.

3. Das Auto nicht vorbereiten

Beim Einfahren in die Waschanlage solltest du auf ein paar Dinge achten. Aus Sicherheitsgründen klappst du am besten die Spiegel ein und schraubst – falls vorhanden – die Antenne ab. Und was nicht auf den Schildern steht, aber als selbstverständlich gilt: Fenster und Schiebedach schließen, Tankdeckel verriegeln und – ganz wichtig – den Regensensor der Scheibenwischer ausschalten. Wenn sich Ihre Heckklappe automatisch öffnet, muss diese Funktion vor dem Waschvorgang ebenfalls deaktiviert werden.

4. Vorwäsche vergessen

Wenn du ohne Vorwäsche in die Waschanlage fährst, wirken Schmutz und (Sahara-)Sand wie eine Art Schleifpapier, wenn die Bürsten darüber fahren, und ohne Einweichen bekommst du den Schmutz auch kaum weg. Wähle also eine Vorwäschefunktion für das Waschprogramm oder spritze dein Auto vor dem Einfahren in die Waschanlage mit einem Hochdruckreiniger ab.

5. Ein teures Waschprogramm wählen

Für das Waschprogramm gilt: Günstig ist meist gut und ausreichend. Teure Superprogramme sind aus Sicht des Fahrzeugs nicht notwendig. Manche Optionen wie die Unterbodenreinigung können bei älteren Autos sogar zum Problem werden, da im schlimmsten Fall Feuchtigkeit in Hohlräume im Fahrzeugboden eindringen kann. Auch Elektronik, die sich in den Hohlräumen befindet, kann nass werden und Störungen verursachen.

Zwar spritzen die Düsen moderner Waschanlagen nicht mehr mit großer Wucht gegen den Unterboden deines Autos, bei älteren Waschanlagen kann dies jedoch eine Gefahr darstellen.

Eine regelmäßige Behandlung mit Heißwachs schadet nicht. Es sorgt nicht nur für einen schönen Glanz, sondern das Wachs gelangt auch an Stellen, die du von Hand nicht erreichen kannst. Außerdem haftet Schmutz weniger gut auf einem glatten, glänzenden Untergrund.

6. Den Motor abspritzen

So verlockend es auch sein mag, den verschmutzten Motor gleich mit abzuspritzen, wenn man ohnehin gerade mit dem Hochdruckreiniger beschäftigt ist: Tun Sie es nicht. Unter dem Motor befindet sich viel empfindliche Elektronik, die vielleicht ein paar Spritzer Feuchtigkeit verträgt, aber sicherlich nicht den starken Strahl eines Hochdruckreinigers.

Wenn du dein Motorrad dennoch selbst reinigen möchtest, verwende eine Lösung aus Spiritus und heißem Wasser, die du mit einer Pflanzenspritze auf die verschmutzten Stellen sprühst. Anschließend kannst du diese nur mit heißem Wasser abspritzen. Am besten überlässt du dies jedoch professionellen Reinigungsfirmen.

7. Das Auto von Hand auf der Straße waschen

Am günstigsten ist es, das Auto vor der Haustür mit Seifenwasser und einem Gartenschlauch zu waschen, doch das ist in vielen Gemeinden verboten. Wenn dies auch in Ihrer Gemeinde der Fall ist, steht dies in fast allen Fällen in der Allgemeinen Ortsverordnung (APV). Diese können Sie auf der Website Ihrer Gemeinde einsehen.

Manchmal ist es nicht ausdrücklich in der APV erwähnt, aber dennoch durch allgemeinere Vorschriften zur Einleitung von Abwasser verboten. Wenn du auf der Website deiner Gemeinde nichts finden kannst und dir dennoch sicher sein möchtest, wende dich am besten an deine Gemeinde, rät der ANWB.

Wenn du dein Auto dennoch auf der Straße wäschst, verwende Reinigungsmittel mit dem Label „Milieukeur“. So verhinderst du, dass giftige Chemikalien in das Oberflächenwasser gelangen.

8. Den Lack nach dem Waschen nicht überprüfen

Nach einem Besuch in der Waschanlage solltest du am besten prüfen, ob Schäden durch Steinschlag oder Kratzer vorliegen, da dadurch Rostgefahr besteht.

Wenn Sie solche Stellen entdecken, müssen abgesplitterte Lackreste vorsichtig entfernt, der Bereich gereinigt und entfettet und anschließend mit einem Lackstift behandelt werden. Lassen Sie den Lack im Zweifelsfall von einem Fachmann reparieren.

9. Keine Scheiben putzen

Reinige alle Glasflächen und Scheiben sorgfältig von innen, um den hartnäckigen Schmutzfilm eines Winters voller Feuchtigkeit und Schmutz zu entfernen. Nutzen Sie die Gelegenheit auch, um die Scheibenwischerblätter zu überprüfen; diese können durch Eis und Kälte gerissen sein. Wenn das Gummi brüchig ist oder die Scheiben durch die Scheibenwischer nicht streifenfrei sauber werden, ist es Zeit, die Wischerblätter zu ersetzen.

10. Flüssigkeiten nicht überprüfen

Wenn du ohnehin die Motorhaube öffnest, um Laub und Schmutz vor den Lufteinlässen der Klimaanlage zu entfernen, ist es praktisch, gleich nach dem Stand der Flüssigkeiten zu sehen. Überprüfe den Stand des Motoröls, der Kühlflüssigkeit und der Scheibenwaschflüssigkeit und fülle gegebenenfalls nach. Überprüfen Sie auch, ob die Beleuchtung noch voll funktionsfähig ist. Wenn Sie es schon für an der Zeit halten, auf Sommerreifen umzusteigen, überprüfen Sie die Profiltiefe. Liegt diese unter 3 Millimetern, wird es Zeit, sich nach einem neuen Satz umzusehen.