Eine Sensation in der Zoologie: Nach 100 Jahren kommt das erste Jungtier einer geschützten Tierart in freier Wildbahn zur Welt

Nach einem Jahrhundert der Stille bahnt sich das Leben wieder seinen Weg. Die Natur beschert uns eine aufregende Nachricht: Ein Tier von symbolischer Bedeutung, das für Naturschützer ein Symbol für Kampf und Hoffnung ist, hat es geschafft, sich in freier Wildbahn fortzupflanzen, nachdem es über 100 Jahre lang aus seinem natürlichen Lebensraum verschwunden war. Dies ist ein Meilenstein, der uns daran erinnert, dass die Wiederansiedlung von Arten mit Anstrengung und Engagement möglich ist.

Das Ereignis fand im Gebiet des Moncayo in Soria statt, wo es einem Brutpaar gelang, erfolgreich ein Küken großzuziehen – die erste natürliche Geburt in dieser Region seit einem Jahrhundert.

Nach mehreren erfolglosen Versuchen in den Jahren 2020 und 2021 hat die Beharrlichkeit der verantwortlichen Teams endlich Früchte getragen und einen entscheidenden Schritt bei der Wiederansiedlung dieser Art im Iberischen Gebirge gefestigt.

So verlief die Geburt dieses unglaublichen Tieres am Moncayo

Das Küken des Bartgeiers wurde zu Ehren des symbolträchtigen Gebiets, das sich Kastilien-León und Aragón teilen, auf den Namen „Moncayo“ getauft. Dank des GPS-Senders können die Fachleute sein Verhalten nach dem Verlassen des Nestes untersuchen, seine Bewegungsmuster verstehen, die von ihm frequentierten Gebiete identifizieren und mögliche Bedrohungen vorhersehen, was eine Verfeinerung der Schutzstrategien ermöglicht.

Die Hoffnung ruht auch darauf, dass der sorianische Hang des Moncayo die offizielle Ausweisung als Naturpark erhält, wodurch er den bereits bestehenden Schutz auf der aragonesischen Seite erreicht. Diese Maßnahme würde die langfristige Erhaltung des Lebensraums und der Art erleichtern.

Hinter dieser ermutigenden Nachricht stehen das Engagement und die enge Zusammenarbeit zwischen den Umweltbeauftragten der Regionalregierung von Kastilien und León in Soria, den Naturschutzfachleuten der Regierung von Aragón und der Stiftung zum Schutz des Bartgeiers (FCQ).

Ihre Arbeit umfasste die ständige Beobachtung des Paares (bestehend aus einem unmarkierten Männchen und einem Weibchen namens Ezka, das 2015 in Navarra markiert wurde), um ihre Ruhe während der Brutzeit zu gewährleisten, die Mitte Februar mit dem Schlüpfen des Kükens ihren Höhepunkt fand.

Eine der kritischen Phasen war die sichere Einfangung des Kükens, um dessen Identifizierung, Markierung und die Anbringung eines GPS-Senders durchzuführen, der die Überwachung seiner Bewegungen ermöglicht.

Diese Operation wurde durch die technische Unterstützung der Gruppe für Höheninterventionen und die tierärztliche Überwachung begleitet, wodurch das Wohlbefinden des Tieres gewährleistet und wesentliche biometrische Daten erfasst wurden.

Bedeutung des Bartgeiers für die Biodiversität und den Naturschutz in Spanien

Der Bartgeier (Gypaetus barbatus), ein Aasfresser, der sich hauptsächlich von den Knochen großer Tiere ernährt, spielt eine grundlegende Rolle bei der Säuberung und dem ökologischen Gleichgewicht.

Er gilt auf europäischer Ebene als gefährdet und ist laut dem spanischen Katalog bedrohter Arten als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft; sein historisches Verbreitungsgebiet hat sich erheblich verkleinert.

Derzeit befindet sich der größte Bestand in den Pyrenäen, doch seine Präsenz erholt sich auch in anderen Gebieten der Iberischen Halbinsel wie den Picos de Europa, dem Betischen Gebirge, den Baskenbergen und dem Iberischen Gebirge. Die Regionalregierung von Kastilien und León hat eine führende Rolle bei Wiederansiedlungsprogrammen gespielt, und ihre Arbeit spiegelt sich in Ereignissen wie dieser Geburt wider.

Der Erfolg am Moncayo ist ein Beweis dafür, dass die Kombination aus wissenschaftlicher Forschung, staatlichem Schutz und Teamarbeit jahrzehntelangen Rückgang umkehren kann.