Der Waschraum ist nicht gerade der gemütlichste Raum im Haus, auch weil er oft schnell unordentlich wirkt. Deshalb entscheiden sich immer mehr Haushalte für eine Einbauvorrichtung für Waschmaschine und Trockner. Aber wird dabei auch an den Brandschutz gedacht? Und was muss man tun, wenn im Waschraum ein Feuer ausbricht? Feuerwehrmann Edo Brouwer und Remco van der Borgh, Inhaber von Wasophoogte, berichten darüber.© iStock
Belüftung als Grundvoraussetzung
„Ich verstehe, dass die Leute einen Waschschrank kaufen, es ist schön, einen geschlossenen Schrank zu haben. Aber das Aussehen darf nicht die Risiken überwiegen“, sagt Brouwer. Ein wichtiger Aspekt ist daher die Gewährleistung einer ausreichenden Belüftung. Aber woher weiß man, was ausreichend ist? „Diese Frage stellt man am besten demjenigen, der einem den Schrank verkauft. Jede Situation und jedes Modell ist natürlich anders.“
Waschmaschinenschrank-Verkäufer Remco van der Borgh antwortet darauf: „Bei unseren Schränken gibt es an der Rückseite 10 Zentimeter Freiraum. In diesem Raum ist Platz für Leitungen und Kabel, aber auch für den Abzug warmer Luft.“ In seinem Unternehmen steht die persönliche Beratung im Mittelpunkt, damit jedem eine schöne und sichere Lösung für den Waschraum geboten werden kann. „Die Optimierung von Platz und Ergonomie sind uns wichtig, aber auch die Sicherheit des Kunden.“

Außerdem ist es wichtig, dass auf beiden Seiten der Maschine mindestens 3 Zentimeter Freiraum bleiben, damit eine ausreichende Luftzirkulation möglich ist und die Maschine ihre Wärme abgeben kann. In den Bedienungsanleitungen vieler Waschmaschinen und Trockner steht zudem, dass das Gerät in einem freien Raum aufgestellt werden muss. Geschieht dies nicht, kann die Garantie erlöschen.
Selbst bei einem größeren Schrank wird bei ihnen an die Belüftung gedacht. „An der Oberseite des Fachs, in dem die Waschmaschine oder der Trockner steht, befinden sich Lüftungsgitter, auch wenn das Modell über Oberschränke verfügt. Die Wärme der Maschine steigt nach oben, sodass sie durch die Gitter gut entweichen kann“, sagt er.
Das sieht Brouwer als Vorteil. „Wenn der Schrank geschlossen ist und wenig Platz drumherum ist, kann die Wärme nicht entweichen.“ Und das ist ein Problem, denn dadurch entsteht Brandgefahr. „Leider schreibt die Gesetzgebung nicht vor, wie man mit einem Waschmaschinen-Einbau umgehen muss, also ist alles erlaubt. Wenn man dann nicht gut informiert wird, kann das zu gefährlichen Situationen führen. Deshalb muss man auch selbst gut darüber nachdenken, was sinnvoll ist.“
Billig ist teuer
Warum das so wichtig ist, erklärt Brouwer gerne. „Jeder kann einen Schrank bauen und eine Maschine hineinstellen. In dieser Situation würde ich sagen: Billig ist teuer. Entscheiden Sie sich für ein Unternehmen, das sich Gedanken um Ihre Sicherheit macht.“
Haben Sie bereits einen Waschmaschinenschrank zu Hause und sind Sie unsicher, ob die Belüftung ausreichend ist? „Lassen Sie auf jeden Fall die Tür des Schranks offen“, rät er. Aber lassen Sie den Schrank auch kurzfristig von jemandem überprüfen.

„Wenn ich mir die Anzahl der Meldungen anschaue, bei denen zu wenig Belüftung im Waschmaschinenschrank die Ursache für den Brand war, sind das 0“, sagt Brouwer. Das klingt zwar so, als ob es mit der Brandsicherheit in Ordnung wäre, aber in der Praxis sieht die Sache anders aus. „Manchmal ist der Schaden an einer Wohnung oder einem Raum so groß, dass wir nicht feststellen können, was die Ursache war. Es kann also durchaus sein, dass es schon einmal passiert ist.“
Um schwere Schäden an der Wohnung zu vermeiden, empfiehlt er die Installation eines Rauchmelders. „Bringen Sie diesen in der Nähe des Waschschranks an.“ Und nicht nur dort. „Wir empfehlen, in jedem Aufenthaltsraum einen Melder anzubringen, denn Sie wollen nicht, dass Sie selbst früher merken, dass etwas nicht stimmt, als dass der Melder Sie alarmiert. Dann haben Sie möglicherweise bereits Rauch eingeatmet oder Schlimmeres …“
Seien Sie kein Held, seien Sie vernünftig
Sollte dennoch ein Brand ausbrechen, beachten Sie die folgenden Tipps des Feuerwehrmanns. „Ich rate davon ab, den Brand selbst mit einem Feuerlöscher zu löschen“, sagt Brouwer. „Man muss nämlich wissen, für welche Art von Brand er geeignet ist. Außerdem hältst du dich beim Löschen lange in dem Raum auf, in dem sich das Feuer oder der Rauch befindet, wodurch du verletzt werden kannst.“ Was solltest du dann tun? „Geh nach draußen und ruf die Feuerwehr. Die wird das Feuer für dich löschen. Überlass es den Leuten, die wissen, was zu tun ist.“
