Symbol der Antarktis in Gefahr: Der Kaiserpinguin gilt aufgrund der Klimaerwärmung nun offiziell als gefährdete Tierart

Aufgrund der Folgen des Klimawandels gilt der Kaiserpinguin nun offiziell als gefährdete Tierart. Die größte Pinguinart der Welt war bisher als „potenziell gefährdet“ eingestuft. Auf Grundlage der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse wurde dieser Status auf der Roten Liste der Naturschutzorganisation IUCN auf „gefährdet“ verschärft.

Durch die Erderwärmung nehmen die Risiken aufgrund des schmelzenden Meereises immer weiter zu. Die Population der Kaiserpinguine ist laut IUCN dadurch in den vergangenen Jahren bereits um etwa 10 Prozent zurückgegangen. Modellberechnungen zeigen, dass sich dieser Rückgang weiter fortsetzen wird, wenn sich die Erde durch die anhaltenden Treibhausgasemissionen weiter erwärmt. Die IUCN rechnet damit, dass sich die Population bis etwa 2080 halbieren wird. Auf der Grundlage von Satellitenbildern wurde diese im Jahr 2019 auf gut eine halbe Million erwachsener Tiere geschätzt.

Kaiserpinguine leben in der Antarktis und jagen in den Gewässern rund um den kalten Kontinent. Sie paaren sich und brüten im Landesinneren, wobei sie monatelang ohne Nahrung in der eisigen Kälte überleben müssen. Dieses jährliche Ritual wurde 2005 durch den Oscar-prämierten Dokumentarfilm March of the Penguins einem breiten Publikum bekannt.

Wenn das Meereis an der Küste vorzeitig bricht, sind die Folgen für eine Pinguinkolonie verheerend, insbesondere wenn dies geschieht, während die Jungtiere noch klein sind oder sich in der Mauser befinden. Dann verfügen sie noch nicht über ein wasserdichtes Gefieder.

Auch Probleme für die Pelzrobbe und den Seeelefanten

Nicht nur Kaiserpinguine sehen einer ungewissen Zukunft in der Antarktis entgegen. Auch die antarktische Pelzrobbe hat nun den Status „gefährdet“ auf der Roten Liste der IUCN erhalten, während sie bisher als „nicht gefährdet“ galt. Die Population ist innerhalb eines Vierteljahrhunderts um gut 50 Prozent zurückgegangen.

Die IUCN schätzt, dass noch etwas weniger als eine Million erwachsene Pelzrobben übrig sind. Auch für diese Tiere ist die Erwärmung das große Problem: Durch steigende Meerestemperaturen und schrumpfendes Meereis treibt der Krill, den sie fressen, in größere Tiefen des Ozeans, erklärt die Naturschutzorganisation.

Der in diesem Gebiet lebende Südliche Seeelefant ist ebenfalls auf der Roten Liste nach oben gerückt: von „nicht gefährdet“ zu „gefährdet“. Die Säugetiere erweisen sich als anfällig für die Vogelgrippe. In einigen betroffenen Kolonien starben dadurch 90 Prozent der Jungtiere.