Gestrandeter Wal in der Ostsee: Rettungsversuch frühestens Samstag – Warum die Zwangspause für „Timmy“ zum Todesurteil wird

Ganz Deutschland fieberte dem heutigen Donnerstag entgegen. Die waghalsige „Operation Luftkissen“ sollte endlich starten, um den gestrandeten Buckelwal „Timmy“ vor der Sandbank bei der Insel Poel (Mecklenburg-Vorpommern) aus seiner misslichen und tödlichen Lage zu befreien.

Nachdem zwei schwerreiche Unternehmer (darunter der Gründer der Elektrokette MediaMarkt) die gigantischen Kosten für die Bergung aus privater Tasche übernommen hatten, schien das rettende Happy End für den Meeressäuger in greifbarer Nähe.

Doch nun der nächste, bittere Rückschlag in diesem Nervenkrimi. Wie die Einsatzleitung der Retter soeben zähneknirschend bestätigen musste, wird die hochkomplexe und gefährliche Rettung auf unbestimmte Zeit verschoben. Ein Startschuss fällt, wenn überhaupt, frühestens am Samstagmorgen.

Was für die Organisatoren wie eine ärgerliche, technische Verzögerung klingt, lässt Meeresbiologen und Tierärzte nun endgültig das Schlimmste befürchten. Die Uhr tickt gegen die Biologie des Riesen.

Der Feind namens Zeit: Warum der Wal jetzt stirbt

Das Problem bei der Verschiebung des Rettungsversuchs ist nicht nur das kalte Wasser der Ostsee, sondern die unerbittliche Schwerkraft.

Ein ausgewachsener Buckelwal wie „Timmy“ wiegt zwischen 30 und 40 Tonnen. Im offenen Meer (im Atlantik oder der Nordsee) trägt der enorme Auftrieb des Salzwassers dieses gigantische Gewicht mühelos.
Meeresbiologen (unter anderem vom Deutschen Meeresmuseum) warnen seit Tagen vor der grausamen Realität einer Strandung: Sobald der Wal im flachen Schlick feststeckt und das stützende Wasser bei Ebbe fehlt, drückt sein eigenes, unfassbares Körpergewicht mit voller Wucht auf seine inneren Organe.

Die anatomische Todesfalle: Die Lungen des Wals werden buchstäblich zusammengequetscht, die Atmung wird mit jeder Stunde qualvoller. Zudem überhitzt der dicke Blubber (die isolierende Fettschicht) den Körper in der Frühlingssonne, da das kühlende Meerwasser fehlt. Jeder zusätzliche Tag, den Timmy auf der Sandbank ausharren muss, schwächt sein Herz und seinen Kreislauf so massiv, dass eine spätere Rettung fast unmöglich wird.

Sturm und Technik: Die Gründe für die Zwangspause

Warum greifen die Millionen der Unternehmer nicht sofort? Die geplante Logistik ist ein Albtraum.

Das Rettungsteam (finanziert von Walter Gunz und Karin Walter-Mommert) plant, den Wal mit gigantischen, aufblasbaren Industrie-Luftkissen sanft vom Meeresboden anzuheben. Danach soll das Tier in einer überdimensionalen Plane („Hängematte“) zwischen zwei Ponton-Schiffen gesichert und von einem Hochsee-Schlepper 300 Meter weit in die tiefe Fahrrinne und später bis in die Nordsee gezogen werden.

Doch die Ostsee spielt nicht mit:

  1. Das Wetter: Für die extrem präzise Arbeit der Spezialtaucher, die den Schlick unter dem Bauch des Wals wegspülen müssen, darf es keinen starken Seegang geben. Die aktuellen Wind- und Strömungsverhältnisse vor Wismar machen den Einsatz der schweren Pontons derzeit lebensgefährlich für die Taucher.

  2. Die Logistik: Die bestellten Spezial-Katamarane und Schlepper (die teilweise extra aus anderen Häfen anreisen müssen) benötigen mehr Vorlaufzeit, um das massive Material vor Ort zu positionieren.

Das Wochenende der Entscheidung

Die Retter hoffen nun verzweifelt auf ein Wetterfenster ab Samstagmorgen. Doch selbst wenn die Technik dann reibungslos funktioniert, bleibt die bange Frage der begleitenden Tiermedizinerin: Hat Timmy nach dieser quälenden Zwangspause überhaupt noch die Kraft, den extremen Stress, den Motorenlärm und den tagelangen Transport in der Hängematte zu überleben? Oder wird sein schwaches Herz auf halbem Weg in den rettenden Atlantik aufgeben?

Haben Sie heute auch auf die erlösende Nachricht gewartet, dass der Wal endlich aus dem flachen Wasser befreit wird? Sind Sie enttäuscht über die plötzliche Verzögerung bis zum Wochenende? Glauben Sie, dass das geschwächte Tier diese Tortur überhaupt noch überlebt, oder teilen Sie die Sorge der Meeresbiologen, dass die gut gemeinte Luftkissen-Aktion am Ende zur reinen Tierquälerei wird? Verfolgen Sie diesen beispiellosen Krimi weiter! Teilen Sie das brisante Update bei WhatsApp oder in Facebook-News-Gruppen mit all Ihren Freunden, die ebenfalls um das Leben von „Timmy“ bangen!