Das graue Winter-Wetter ist endlich gebrochen. In den Vorgärten und Stadtparks der gesamten Republik explodieren die Farben. Die frühen Sorten von Tulpen und leuchtend gelben Narzissen (Osterglocken) haben sich bereits durch die kalte Erde gekämpft und recken ihre Köpfe in die Frühlingssonne.
Kein Supermarkt-Eingang und kein Blumenladen kommt aktuell ohne die bunten Sträuße aus, die wir uns so gerne auf den Küchentisch stellen, um den Frühling ins Haus zu holen. Doch so fröhlich die beliebtesten Frühlingsblumen der Deutschen auch aussehen – sie bergen zwei massive Geheimnisse, die fast niemand kennt. Zum einen gibt es einen kuriosen Cent-Trick aus Großmutters Zeiten, der verhindert, dass die Blumen in der Vase schon nach zwei Tagen traurig die Köpfe hängen lassen. Zum anderen warnen Tierärzte aktuell panisch vor einer versteckten, tödlichen Gefahr, die in jedem Tulpenstrauß lauert.
Der Feind in der Vase: Warum Tulpen und Narzissen sich hassen
Wer im Supermarkt (bei Aldi, Lidl oder Rewe) einen Bund rote Tulpen und einen Bund gelbe Osterglocken kauft, macht zu Hause beim Dekorieren meist sofort den größten Anfängerfehler: Er stellt beide zusammen in eine große Glasvase.
Floristen warnen: Tun Sie das niemals sofort!
Narzissen (Osterglocken) sondern aus ihren frisch angeschnittenen Stängeln einen klebrigen, giftigen Schleim ab. Dieser Pflanzenschleim ist extrem aggressiv. Wenn Tulpen im selben Wasser stehen, verstopft dieser Schleim sofort die Leitungsbahnen der Tulpenstängel. Die Tulpen können kein Wasser mehr aufnehmen und verdursten qualvoll, obwohl sie im Wasser stehen. Nach 24 Stunden hängen sie wie welker Salat über den Vasenrand.
Der Floristen-Hack: Wenn Sie beide Blumen mischen wollen, stellen Sie die frisch angeschnittenen Narzissen zuerst für einen ganzen Tag in eine separate Vase, damit sie „ausbluten“ können. Waschen Sie den Stiel am nächsten Tag ab, und stellen Sie sie erst dann (ohne sie noch einmal anzuschneiden!) zu den Tulpen.
Der 5-Cent-Trick gegen hängende Köpfe
Tulpen haben zudem die nervige Angewohnheit, in der Vase extrem schnell weiterzuwachsen, sich in Richtung Licht zu biegen und dann schlaff umzuknicken.
Omas genialer Haushaltstrick dagegen kostet Sie genau eine winzige Münze!
Werfen Sie ein 1-, 2- oder 5-Cent-Stück (diese bestehen aus verkupfertem Stahl) unten in das Vasenwasser.
Warum das chemisch funktioniert: Die leichte Oxidation des Kupfers im Wasser wirkt minimal antibakteriell. Es verhindert, dass sich an den Schnittstellen der Blumen zu schnell Bakterien und Fäulnis bilden. Die Leitungsbahnen bleiben länger frei, das Wasser fängt nicht so schnell an zu stinken, und die Tulpen stehen deutlich länger stramm und aufrecht! Ein winziger Stich mit einer Nadel direkt unter dem Blütenkopf stoppt zudem den Wachstumsschub.
Höchste Lebensgefahr für Hunde und Katzen
Während wir uns an den leuchtenden Farben erfreuen, laufen die Telefone in den Tierarztpraxen im Frühling heiß.
Was viele Haustierbesitzer nicht wissen: Tulpen (und Narzissen) sind für Hunde und Katzen hochgiftig!
Die Pflanzen enthalten gefährliche Toxine (wie Tulipin oder Lycorin). Vor allem in den Blumenzwiebeln ist die Konzentration tödlich, aber auch Blätter, Blüten und Stängel sind giftig.
Wenn Ihr Hund im Garten buddelt und eine Zwiebel anknabbert, oder Ihre Katze in der Küche aus Langeweile an den Tulpenblättern in der Vase kaut, drohen schwerwiegende Folgen.
Die Symptome: Starkes Speicheln, Erbrechen, blutiger Durchfall bis hin zu dramatischen Herzrhythmusstörungen, Atemstillstand und Schock.
Sollten Sie bemerken, dass Ihr Haustier Teile des Frühlingsstraußes gefressen hat, versuchen Sie nicht, es selbst zum Erbrechen zu bringen. Packen Sie das Tier sofort ein und fahren Sie umgehend in die tierärztliche Notaufnahme!
Stehen bei Ihnen auf dem Esstisch auch schon frische Frühlingsblumen, oder knicken Ihre Tulpen auch immer nach zwei Tagen frustrierend um? Werden Sie den genialen 5-Cent-Trick beim nächsten Blumenkauf bei Aldi direkt ausprobieren? Wussten Sie als Tierbesitzer von der extremen Gift-Gefahr, die in den schönen Zwiebeln schlummert? Schützen Sie Ihre Haustiere! Teilen Sie dieses lebenswichtige Tierarzt-Wissen und die genialen Vasen-Hacks bei WhatsApp oder in Facebook-Tiergruppen mit all Ihren Freunden und Verwandten!
