Der tot angespülte Walart entpuppt sich nicht als Beluga, sondern als seltener Risso-Delphin

Kamperland – Bei dem Walartigen, der am Freitag tot am Banjaardstrand bei Kamperland in Zeeland angespült wurde, handelt es sich um einen seltenen Risso-Delfin, der auch als Graudelfin bezeichnet wird. Dies ergab sich laut dem Rettungsteam für Meerestiere Niederlande (RTZ) am Montagmorgen aus Untersuchungen der Fakultät für Veterinärmedizin der Universität Utrecht.

Das letzte Mal, dass ein Risso-Delfin in den Niederlanden strandete, war in den 1970er Jahren. Nach dem Fund des toten Tieres wurde zunächst vermutet, es handele sich um einen Beluga, einen weißen Delfin. Diese Art wurde seit Mitte Januar mehrfach an der niederländischen und belgischen Küste gesichtet.

Die Forscher der Universität Utrecht stützen sich laut RTZ auf Merkmale des Schädels des Tieres. „Aufgrund des Verwesungszustands waren im Maul keine Zähne mehr vorhanden, aber im vorderen Teil des Unterkiefers waren vier bis fünf Höhlen sichtbar, während im Oberkiefer keine Höhlen vorhanden waren. Der Graudelfin ist die einzige Art, auf die dies zutrifft. Belugas haben Zähne im Ober- und Unterkiefer“, so das Rettungsteam.